Jogging

Mit Sport den Alltagsstress bekämpfen

Häufiger als es uns lieb ist, schaffen wir es nicht, Privatleben und Arbeit unter einen Hut zu bekommen. Der Stress aller Verpflichtungen überkommt einen und man braucht mal wieder Zeit, um sich auf das eigene Seelenwohl zu fokussieren. Soziale Kontakte, Hobbys und Sport kommen da meist zu kurz. Dabei kann uns gerade Letzteres helfen, besser mit dem Alltagsstress umzugehen.

Den Schalter im Kopf umlegen

Sport hilft uns, mit Stress umzugehen, aber mit der Bewegung anzufangen, ist oft leichter gesagt als getan. Genau das ist der springende Punkt. Es geht vor allem anfangs und nach langen Pausen nicht unbedingt um den Umfang und die Intensität des Work-outs. Vielmehr ist es die Überwindung überhaupt anzufangen, die für positive Veränderung in Kopf und Körper sorgt. Schafft man es erst mal, sich einige Male zum Sport zu motivieren, fällt es künftig generell leichter, dies zu tun.

Tipp: Das eigene Zuhause mit den passenden Übungsgeräten ausstatten. Hanteln und Fitnessgeräte haben einen starken Aufforderungscharakter, hat man sie erst mal im Haus, ist es viel leichter, die nötige Motivation aufzubringen.

Jetzt wissen wir, dass Sport uns hilft, besser mit Stress umzugehen, aber was geht dabei eigentlich in unserem Körper vor und wie hilft es unserer Psyche? Längst ist es unter Psychologen und Wissenschaftlern Konsens; bei Stimmungstiefs, Stress und sogar Depressionen kann Sport helfen, diese Symptome lindern.

Bei körperlicher Betätigung schüttet unser Gehirn die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus, das klingt aber negativer als es ist. Durch die Ausschüttung der Hormone gewöhnt sich der Körper daran und härtet sich ab. Mit jedem weiteren Training sinkt die Menge der Stresshormone und auch im Alltag macht sich bemerkbar, dass man ein stärkeres Nervenkostüm aufgebaut hat.

Sport schützt aber nicht nur vor Stress, er macht auch glücklicher. Die Glückshormone Endorphin, Dopamin und Serotonin werden beim Sport ebenfalls ausgeschüttet. Sie erzeugen das Hochgefühl, das man häufig nach dem Sport vernimmt. Neben der anhaltenden Glücklichkeit sorgen die Hormone auch dafür, dass uns der Alltag leichter fällt, durch die Hormone sind wir nämlich wacher und konzentrierter.

Routine ist der Schlüssel

Will man also lange und wirkungsvoll etwas von den Sport-Sessions haben, braucht man eine gewisse Routine. Wenn wir uns regelmäßig bewegen, bleibt der Glückshormonspiegel dauerhaft hoch und wir fühlen uns gut. Die Pausen zwischen den einzelnen Trainingseinheiten dürfen nicht zu groß werden, da die Hormone sich sonst wieder abbauen. Zweimal die Woche eine halbe bis ganze Stunde können dabei schon ausreichen.

Side Plank Pose

Sport lässt sich sehr gut mit sozialer Interaktion verknüpfen, wem es also schwerfällt, die Motivation zu finden oder der Terminkalender ein Treffen mit Freunden und Sport verhindert, dem ist zu raten, einfach beides zu kombinieren. Ob es nun die gemeinsame Verabredung zum Laufen gehen oder das Treffen in fester Gruppendynamik ist, gemeinsam macht Sport Spaß.

Natürliche Energie nutzen, anstatt Chemie

Eins steht fest: Der Großteil der Bevölkerung leidet unter Stress, deshalb greifen heutzutage viele Menschen leichtfertig zu Medikamenten oder Vitamintabletten aus der nächsten Drogerie, wenn es ihnen schlecht geht oder der Stress mal wieder überhandnimmt. Den meisten von ihnen wäre mit etwas Bewegung schon geholfen. Natürlich ist Sport kein Allheilmittel, das auch die schwersten Verstimmungen heilt, als solches soll es hier auch nicht dargestellt werden.

Gegen was regelmäßiger Sport hilft:

  • Herzkreislauferkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Diabetes Typ 2
  • Osteoporose
  • Übergewicht
  • Leichte bis mittelschwere Depressionen
  • Stress
  • Ergänzend zu anderen Therapiemaßnahmen auch für viele weitere Erkrankungen

Sport hilft also fast immer, ob nun bei psychischen oder körperlichen Problemen und das nicht ohne Grund. Bewegungsmangel ist oft der Auslöser für Stress und Krankheiten oder trägt zumindest dazu bei. Das ist unserem Lebensstil geschuldet, der von uns immer weniger körperliche Aktivität fordert. Deshalb müssen wir selbst die Verantwortung für unsere Gesundheit tragen und lernen, Bewegung wieder in unseren Alltag zu integrieren!

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