TUSEM Essen

TUSEM Essen und sein Erfolgsrezept – Führt eine gute Jugendarbeit zum Erfolg?

Der TUSEM Essen ist das bekannteste und erfolgreichste Handball Team des Ruhrgebiets. Doch wie kam es dazu? Was macht den TUSEM Essen aus, im Vergleich zu anderen Clubs in der ersten und zweiten Bundesliga? Was hat der Verein für eine Vergangenheit hinter sich und wie steht er heute da? All diese Fragen über den interessanten Zweitligisten aus Essen werden im folgenden Artikel geklärt, in dem Sie den TUSEM Essen besser kennenlernen können.

Die erfolgreiche Handball-Vergangenheit mit Höhen und Tiefen

Der TUSEM kann mit Stolz auf seine Vergangenheit zurückblicken. 1926 wurde er als Turn- und Sportverein Essen-Margarethenhöhe gegründet. Der TUSEM wurde in der Vergangenheit dreimal Deutscher Meister in den Jahren 1986, 1987 und 1989. Der TUSEM Essen kann allerdings noch viele weitere Erfolge aufweisen, wie zum Beispiel der dreimalige Pokalsieg in den Jahren 1988,1991 und 1992 oder international den Sieg im Europapokal der Pokalsieger im Jahr 1989 und den Euro-City-Cup 1994. Nach diesen großen Erfolgen in den 80er- und 90er-Jahren, kam es in der Saison 2005/2006 zu großen finanziellen Problemen, weswegen sie für die kommende Saison keine Lizenz für die Bundesliga-Saison bekamen und somit nach 26-jähriger Bundesligaangehörigkeit in die Regionalliga abstiegen.

Nach diesem Rückschlag gaben die Essener aber nicht auf, sondern kämpften sich bis zur Spielzeit 2007/2008 wieder in die Bundesliga hoch, wo die Mannschaft des TuSEM auch den direkten Klassenerhalt bejubeln konnte. Im Jahr 2008 kam es dann zu einem erneuten finanziellen Betrug gegenüber dem TuSEM Essen, wodurch es zu einer Insolvenz und somit auch zu einem erneuten Zwangsabstieg kam. Im Jahr 2012 konnte sich der TuSEM durch die Vize-Meisterschaft erneut in die Bundesliga zurück kämpfen. Darauf folgte allerdings der direkte Wiederabstieg in die zweite Liga.

Bis zum Jahr 2020 blieb die Mannschaft von der Margarethenhöhe dann in der 2. Handball-Bundesliga und konnte sich erst unter der Trainerführung von Jaron Siewert und Jugendkoordination von Lukas Ellwanger in die Bundesliga zurück arbeiten. Trainer Jaron Siewert wechselte daraufhin zu den Füchsen Berlin und sein Nachfolger Jamal Naji nahm die große Herausforderung in der Bundesliga an. Seine Handballer bewiesen ein großes Kämpferherz, allerdings reichte es aufgrund der coronabedingten 4-Absteiger-Regel nicht für den Klassenerhalt, wodurch das Team momentan in der zweiten Bundesliga aktiv ist. Diese Vergangenheit prägte den TUSEM und machte ihn zu einem Traditionsverein.

Saison 2021/2022 – Wie stehen die Erfolgschancen?

Zurzeit steht der TUSEM Essen auf dem siebten Tabellenplatz der zweiten Handball Bundesliga. Das ist nicht das, was sich die Mannschaft vor der Saison erhofft hatten. Denn Ziel der Handballer aus Essen ist der direkte Wiederaufstieg. Es steht allerdings noch die ganze Rückrunde auf dem Spielplan, in der sie in einigen Spielen punkten können. Immerhin trennen sie nur 5 Punkte vom Aufstiegsplatz. Die Bilanz des TuSEM Essen ist dagegen ausbaufähig. In den letzten vier Spielen konnten sie nur 4 Punkte holen gegen folgende Mannschaften, die zum größten Teil nicht um den Aufstieg mitspielen: Bayer Dormagen, TV Großwallstadt, TV Hüttenberg und HC Empor Rostock hießen die Gegner der letzten Spiele.

Anfang Februar 2022 wird die laufende Spielzeit dann mit einem vollen Terminkalender fortgesetzt. Zunächst trifft der TUSEM auf den Mitabsteiger HSG Nordhorn Lingen, danach erwarten die Essener in ihrer Halle „am Hallo“ den EHV Aue. Als nächstes tritt der TuSEM dann beim Nachbarn, dem ASV Hamm-Westfalen an, bis es danach zu einem Heimspiel gegen den HC Elbflorenz Dresden kommt. Das letzte Spiel der Essener im Februar findet dann beim HSC 2000 Coburg statt. All diese Spiele bieten dem TUSEM Essen die Möglichkeit, ihrem Ziel, dem Aufstieg mit ihren Fans zusammen näher zu kommen!

Kaderprobleme für die nächste Saison

Einige Spieler des TUSEM Essen und auch ihr Trainer haben für die nächste Saison allerdings Zukunftspläne bei einem anderen Verein. Der Trainer Jamal Naji hat bereits einen Vertrag beim Regionalrivalen, dem Bergischen HC, unterschrieben. Auch den Linksaußen Noah Beyer, der in der letzten Saison die meisten Tore für die Essener erzielte, hat der Bergische HC verpflichtet. Ebenso der Rechtsaußen Dimitri Ignatow wird in der kommenden Saison nicht in dem Trikot des TUSEM auflaufen, sondern zur MT Melsungen zurückkehren. Außerdem hat sich der TuSEM Essen dazu entschieden, den Vertrag mit Lucas Firnhaber nicht zu verlängern.

Wie will der TUSEM dann aber die ganzen Abgänge stemmen und das Ziel verfolgen, die nächste Spielzeit wieder im Handballoberhaus zu spielen? Die Lösung: Sie verpflichten neue Spieler. Und damit haben sie bereits begonnen und Alexander Schoss von Bayer Dormagen als Ersatz für Lucas Firnhaber unter Vertrag genommen. Ich bin mir sicher, dass wir uns in der nächsten Zeit auf viele weitere Transfers freuen können.

Der TUSEM Essen setzt auf seine Jugend

Diese Kaderprobleme löst der Handballclub aus Essen auch durch seine Jugendspieler, denn der TUSEM Essen legt viel Wert auf seine Jugendarbeit. So war das Team 2020/2021 im Handballoberhaus bekannt als das Team mit den jüngsten Spielern und dem niedrigsten Altersdurchschnitt der Liga. Und das ist ein weiterer Punkt, der sie von den anderen Handball Teams der ersten und zweiten Bundesliga abhebt. Während bei den meisten Profi-Handballern ihre Profikarriere erst mit Anfang dreißig startet, sind viele Spieler des TuSEM Essen Anfang bzw. Mitte zwanzig. Und das liegt daran, dass sie häufig junge Spieler aus der Jugend mit in ihren Kader nehmen. Diese sind oft Handballer aus der zweiten Mannschaft, die gerade aus der A-Jugend kommen. Die A-Junioren spielen in der A-Jugend-Bundesliga und somit in der höchstmöglichen Spielklasse.

Da die TUSEM -Jugend ein Leistungszentrum ist, überzeugt die A-Jugend häufig mit ihren Leistungen. Aber auch die anderen Jugenden spielen zum größten Teil in den höchstmöglichen Spielklassen mit Jugendspielern, die aus ganz NRW oder sogar aus den Niederlanden kommen und sich beim TUSEM Essen eine große Zukunft erhoffen.

Bildquelle: Pixabayuser jeppesmednielsen 

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