Hochspannung beim Handball | TUSEM Essen

Mit Hochspannung erwarteten die Redakteure von SportBeiUns ihr erstes Handball Live-Spiel seit fast 10 Jahren. Damals waren wir zu Besuch in der König-Pilsner-Arena in Oberhausen. Zu einer Zeit, als die Handballer von TUSEM Essen, wegen des Umbaus der Grugahalle, nach Oberhausen ausweichen musste. Sportlich lief es auch besser. Die Mannschaft spielte zu diesem Zeitpunkt noch in der Handball Bundesliga. Am vergangenen Freitag, den 10.10.2014, stand nun die Begegnung des 8. Spieltags gegen die Absteiger vom TV Emsdetten auf dem Programm. Mehr als 1.600 Zuschauer versammelten sich in der Sporthalle „Am Hallo“, um ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen.

Klare Geschichte? – Von wegen!

Alles in allem sah es seit Beginn der Partie nach einer klaren Angelegenheit für die Essener aus. Die Halbzeitführung von 17:7 sprach eine deutliche Sprache. Die Emsdettener wurden nach allen Regeln der Kunst zerlegt und vorgeführt. Sogar ein direkter Wurf von Torwart Carlos Donderis Vegas fand den Weg ins Tor. Das Bild sollte sich aber in der zweiten Hälfte ändern. Die Essener, besonders in Person von Linksaußen Lasse Seidel, vergaben (teils unglücklich) beste Gelegenheiten das Spiel vorzeitig für sich zu entscheiden. Es kam, wie es kommen musste. Die Emsdettener drehten auf und stellten den bisherigen Spielverlauf komplett auf den Kopf. So kamen sie gegen Ende der Partie sogar zum 27:27 Ausgleich. Dieser hielt bis zur Schlusssekunde, als Rechtaußen Peter Hornyak mit dem Mute der Verzweiflung doch noch den Siegtreffer für die TUSEM erzielte und so den ersten Heimsieg der Saison perfekt machte. Ein Drama, mit dem zur Halbzeit wohl niemand mehr gerechnet hatte, bekam seine passende Krönung.

Stimmung wohin das Auge reicht

Nach der Energieleistung feierte sich die Mannschaft ausgelassen auf dem Spielfeld und zusammen mit den Fans. Für alle, die noch nie einem Handballspiel beigewohnt haben, denen sei versichert, dass die Stimmung kaum noch zu steigern ist. Mehrere Trommler heizen die Fans ein und Maskottchen Elmar tut sein Übriges. Für lautstärkeempfindliche Menschen ist ein Besuch auf jeden Fall nicht ohne Hörschutz zu empfehlen.

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