Kalle Grabowski sinniert über den modernen Fußball

In dem Video von 1Live sinniert die Kultfigur Kalle Grabowski, gespielt von Ralf Richter und bekannt aus dem Ruhrpott-Klassiker Bang Boom Bang von Peter Thorwarth, über den modernen Fußball und die Mechanismen des Geschäfts. Dabei sitzt der Ruhrpottler im rewirpowerSTADION des Zweitligisten VfL Bochum und legt ein Plädoyer für den Fußball und die Vereine mit Charakter ab. Es ist nicht immer das große Geld, was den wahren Geist des Fußballs ausmacht. Die „Wanderhuren“, wie Kalle die profitgierigen Profis bezeichnet, machen es genau den kleinen Vereinen schwierig oben mitzuspielen. Denn hat ein Verein, wie der VfL Bochum, mal einen talentierten jungen oder einen erfolgreichen Spieler an der Hand, so muss dieser, mit Blick auf das Geld, früher oder später verkauft werden oder wechselt den Verein aufgrund des Gehalts. So in den letzten Jahren geschehen bei Spielern, wie z.B. Leon Goretzka, Matthias Ostrzolek, Theofanis Gekas, Zvjezdan Misimovic, Paul Freier, Yildiray Bastürk oder Dariusz Wosz.

Kalle Grabowski über Vereine mit Charakter, Vereine zum Liebhaben

Das Problem ist natürlich nicht exklusiv für die Bochumer zu erwähnen. Ausbildungsvereine, die ihre Talente in schöner Regelmäßigkeit den reichen Top-Teams (oder zumindest den etwas reicheren Vereinen) überlassen müssen, gibt es viele. In der 1. Bundesliga gehört z.B. der SC Freiburg zu den klassischen Ausbildungsvereinen, die abseits des Ärgernisses junge Talente zu verlieren aber auch darauf angewiesen sind, über diesen Weg regelmäßig Einnahmen zu generieren, damit sie sich dauerhaft in der 1. Bundesliga halten können. Sollte diese Einnahmequelle wegfallen, würden sich diese Vereine sicherlich schwer tun. Aber eben diese Vereine sind die genannten Vereine mit Charakter, die Vereine zum Liebhaben. Diese Vereine bilden auf diese Art und Weise ihr Profil, welches eine unverkennbare Note hat. Es sind keine Vereine, die fast schon willkürlich die besten Spieler aus aller Herren Länder zusammenkaufen, oder wie Herbert Grönemeyer es in seinem Song „Bochum“ schon besang: „Hier wo das Herz noch zählt, nicht das große Geld.“

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