Hulk | Brasiliens Kraftpaket

Viele Zuschauer werden sich über den Namen des Brasilianers Givanildo Vieira de Souza gewundert haben. Auf seinem Trikot prangt über der Nummer 7 der Name Hulk. Das 27-jährige Kraftpaket verdankt seinen Spitznamen zum einen seiner unglaublichen Physis und seiner körperbetonten Spielweise, zum anderen aber auch den grünen Trikots seines japanischen Ex-Klubs Tokyo Verdy, bei denen er von 2007 bis 2008 spielte. Der Name löste den Vornamen „Givanildo“ des Brasilianers ab, unter dem er vorher spielte. Als witzige Alternative zum Trikot der Selecao bietet sich auch ein T-Shirt des Marvel-Helden an.

Hulk – Der grüne Muskelmann

2008 wechselte der Angreifer von Tokyo Verdy zum FC Porto. Den Portugiesen waren die Dienste des Offensiv-Allrounders damals bereits 19 Mio. Euro wert. Mit dem 31-maligen portugiesischen Meister errang Hulk die Europa League 2011 sowie jeweils 3 Ligatitel und Pokalsiege. 2012 folgte der Transfer zum russischen Erstligisten Zenit St. Petersburg für rekordverdächtige 55 Mio. Euro. Davor stand ein Wechsel zum FC Chelsea in die englische Premier League im Raum. Ob sich der Brasilianer sportlich mit dem Wechsel nach Russland einen Gefallen getan hat, darf zumindest bezweifelt werden. Immerhin hat Hulk beim amtierenden russischen Vizemeister eingeschlagen und in 42 Spielen 24 Tore erzielt.

Hulk bei der WM 2014 in Brasilien

Beim Gastgeber Brasilien ist der schussgewaltige Spieler bislang in 3 von 4 Spielen zum Einsatz gekommen. Wirklich überzeugen konnte er dabei aber nicht. Höhepunkt einer schwachen Partie, war der verschossene Elfmeter im Achtelfinale gegen Chile. Das Spiel der Selecao stottert ohnehin noch ein wenig. Das schnelle und direkte Offensivspiel konnte bislang nur vereinzelt aufgezogen werden, sodass man auch Hulk keine allzu gute Leistung attestieren kann. Zudem steht er, so wie die anderen offensiven Spieler, im Schatten von Neymar da Silva Santos Júnior, kurz Neymar. Dieser ist der einzige Lichtblick im brasilianischen Angriffsspiel und mit ihm scheint der Erfolg bei der WM zu stehen oder zu fallen. Trotz alledem ist die brasilianische Nationalmannschaft für das Viertelfinale gegen Kolumbien qualifiziert und lechzt weiter nach dem Titelgewinn im eigenen Land.

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