Armin Veh verlängert in Frankfurt bis 2014

Die Meldung des Tages lautet: Armin Veh verlängert seinen Vertrag bei der Eintracht aus Frankfurt bis 2014. Er entscheidet sich damit gegen ein kolportiertes und möglicherweise finanziell und sportlich lukrativeres Angebot aus Gelsenkirchen.

Mit Fiat konnte Frankfurt letzte Woche einen neuen Trikotsponsor verpflichten, der dem Verein geschätzte 20 Mio. Euro in den nächsten 3 Jahren einbringen soll. Mit Sicherheit ein Grund für die Vertragsverlängerung von Armin Veh. Dieser hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass er seinen Verbleib auch von der wirtschaftlichen Zukunft des Vereins abhängig macht. Geld, welches der Verein dringend in die Verbesserung und vor allem die Verbreiterung des Kaders investieren sollte. Sitzt der erste Anzug, so hapert es an Konkurrenz und Qualität von der Bank.

Lediglich 3 Jokertore stehen zu Buche, welche alle an den ersten 4 Spieltagen erzielt wurden. Auch der Sturm kommt bei der Eintracht nicht in Fahrt. Magere 5 Stürmertore (von 4 verschiedenen Stürmern!) wurden in 26 Partien erzielt. Bei der Eintracht sind es eher die offensiven Außen (Inui und Aigner) oder die offensive Zentrale aus dem Mittelfeld (Meier), die Torgefahr versprühen (zusammen 25 der insgesamt 39 Saisontore, 16 Assists). Die Diskussion um den klassischen Stürmer lässt sich hier exemplarisch anführen. Zudem tragen die defensiven Außen (Jung und Oczipka) mit zusammen 10 Assists und 1 Tor sehr zur Torgefahr der Eintracht bei.

Qualität, die es zu halten und auszubauen gilt. Sebastian Jung, u.a. von Schalke und Inter Mailand umworben, soll Gerüchten zufolge seinen Vertrag demnächst verlängern. Sebastian Rode, zusammen mit Schwegler der Mittelfeldmotor der Frankfurter, wird hingegen kaum zu halten sein. Sollte sich die Eintracht für das internationale Geschäft qualifizieren – noch ist von der Champions League-Qualifikation über die Europa League bis hin zum Tabellenmittelfeld alles drin – so muss in die Qualität und auch die Quantität investiert werden. Bei den derzeitigen Leistungen (nur 9 Punkte und 6 Tore in den bisherigen 9 Spielen der Rückrunde), ist ein Erreichen der internationalen Plätze zwar weiterhin möglich, aber ebenfalls gefährdet. Ruft man sich allerdings die Tatsache in Erinnerung, dass es sich bei den Frankfurtern um einen Aufsteiger handelt, welcher mit relativ geringen finanziellen Mitteln und vielen Zweitligaspielern in die Saison gestartet ist, so scheint die bisherige Saison doch sehr erfolgreich.

Mit Jan Rosenthal hat man für die nächste Saison bereits einen Offensivspieler verpflichtet. Ob seiner Verletzungsanfälligkeit, bleibt allerdings abzuwarten, inwiefern er eine Verstärkung darstellen kann. Ein anderer Wunschkandidat Vehs konnte mit Max Kruse nicht an Land gezogen werden. Es wird eine spannende und herausforderungsvolle Aufgabe für Bruno Hübner, Heribert Bruchhagen und Armin Veh den Kader zusammenzuhalten und punktuell zu verbessern.

Armin Veh setzt mit seiner Vertragsverlängerung ein Zeichen für das „Projekt Frankfurt“. Doch hat der um (lediglich) 1 Jahr verlängerte Kontrakt auch einen etwas faden Beigeschmack. Ein Statement für Kontinuität sieht anders aus. Es bleibt für Frankfurt zu hoffen, dass die Diskussionen in einem Jahr nicht wieder nur um einen möglichen Wechsel oder Verbleib des Trainers kreisen.

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