Parkour – Sprünge über Hochhäuser und Bordsteinkanten

Die Kante wird anvisiert. Ein letztes Mal über die Schuhsohlen wischen, die restliche Welt ausblenden. Tief Luft holen, dann losrennen. Absprung. Die Zeit wirkt wie verlangsamt. Das Ziel kommt immer näher – Landung mit beiden Beinen gefolgt von einer Rolle über die Schulter. Adrenalin pumpt – der Sprung ist geschafft!

Sprünge über Hausdächer oder doch eine wilde Verfolgungsjagd? Nichts von Beidem, ein Sprung von Bordstein zu Bordstein, in 10cm Höhe. Der Alltag eines Traceurs.

Aber was ist ein Traceur? Der Begriff bezeichnet Menschen, die Parkour trainieren. Parkour, das sind doch Sprünge auf Hochhäusern und das Klettern an Kränen! Spätestens durch die berühmte Verfolgungsjagd aus dem James Bond Film „Casino Royale“ ist diese Vorstellung in den Köpfen der Menschen verankert.

Aber Parkour, die Kunst der Bewegung, ist genau das Gegenteil davon.

Parkour ist eine Fortbewegungsart, durch die man möglichst effizient von Punkt A zu Punkt B mithilfe des eigenen Körpers gelangen kann.

Meist nutzen Traceure gegebene urbane Strukturen, aber Einige sind auch in der Natur vorzufinden.

Allein auf dem Beton

Anfänger und Interessierte stehen meist alleine da. Weil Parkour immer noch eine Trendsportart ist, wird selten ein Training in Vereinen angeboten. Doch in den letzten Jahren sind mehr Leute darauf aufmerksam geworden und so gibt es mehr geleitete Trainings.

Trotzdem gibt es bei langem nicht genügend Trainingsmöglichkeiten,  wodurch viele auf natürliche Spots ausweichen. Damit sind Orte gemeint, an denen man Parkour ausüben kann. Um die Suche zu vermeiden bauen sich Manche sogar eigene Hindernisse.

Für jeden Anfänger ohne Trainingspartner gibt es im Internet aber auch viele Anleitungen um zu beginnen.

Parkour ist doch gefährlich!

Durch die Verbreitung von Parkour Fail Videos sind viele Menschen der Ansicht, dass das Training einem Selbstmord gleichkäme. Weil das aber ganz klar nicht effizient ist, verbringt der Traceur viel Zeit damit, Sicherheit zu erlangen. Deshalb sollten Anfänger sich beim Beginn auf das Abrollen und das richtige Landen konzentrieren, um Unfällen und Verletzungen vorzubereiten. Ja, Sprünge über Häuserschluchten sind gefährlich, aber sind auch kein Bestandteil von Parkour. Weil der Traceur durch sein Training den eigenen Körper besser einschätzen kann und dadurch selbst weiß  was er kann wird das Risiko verringert. Zusätzlich sollten (neue) Techniken nur auf ungefährlichen Höhen und weichem Boden geübt werden.

Durch das drillen der Techniken wird der Sport sicherer, aber ein Restrisiko bleibt bestehen.

WEITERLESEN: Parkour Videos aus NRW

Bildquelle: Pixabay-User rory3822 

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